Staatliche Realschule Bad Kissingen

Sommerferien




Die Schulleitung der Staatlichen Realschule Bad Kissingen wünscht allen Schülerinnen und Schülern sowie ihren Familien in diesem speziellen Schuljahr ganz besonders erholsame Sommerferien 2020!

Erreichbarkeit des Sekretariates in den Sommerferien

 

erste Ferienwoche:     letzte Ferientage:  
Montag, 27.07.:       8:00 - 14:30 Uhr                 Montag, 31.08. 8:00 - 12:00 Uhr 
Dienstag, 28.07.: 8:00 - 14:30 Uhr   Dienstag, 01.09.: 8:00 - 12:00 Uhr 
Mittwoch, 29.07.: 8:00 - 14:30 Uhr   Mittwoch, 02. 09.:   8:00 - 12:00 Uhr

Donnerstag, 30.07.:  

8:00 - 12:00 Uhr   Donnerstag, 03.09.:   8:00 - 12:00 Uhr 
Freitag, 31.07.: 8:00 - 12:00 Uhr   Freitag, 04.09.: 8:00 - 12:00 Uhr 

 

Schulanmeldung

 

Alle wesentlichen Infos finden Sie → Anmeldung an der Realschule. (Bitte Link klicken und anschließend nach unten scrollen.)

 

Vorstellung der Realschule

 

Hallo liebe Viertklässler,

 

in diesem Video führen euch Oliver, Olivia und Laura quer durch das Schulhaus damit ihr einen Eindruck von unserer Realschule bekommt. Viel Spaß dabei! 


Außerdem bieten wir Ihnen, liebe Eltern, eine digitale Informationsveranstaltung zum Übertritt an die Realschule Bad Kissingen. 


Hoffnung im Herzen, Freiheit im Sinn

Ein ehemaliger Asylbewerber erzählte uns seine bewegende Reise Zekarias Kebraeb ist 29 Jahre alt und hat schon unglaubliche Sachen durchgemacht. Davon erzählte er uns, den Klassen 8a und 9f, am 13. 11. 2013 in Rahmen einer Schulstunde. Organisiert hatte das Ganze Frau Zimmermann. Geboren wurde Zekarias Kebraeb in Eritrea. Bis zur 10. Klasse besuchte er eine Schule und danach wurde er zum Militär gezwungen, weil Eritrea seit Jahren in stetigen Spannungen mit Äthiopien liegt. Er beschloss, wie viele andere dort, zu flüchten.

Wegen Reiseverbots konnte er das Land nicht legal per Flugzeug verlassen. Er musste illegal fliehen. Sein erster Anlaufpunkt war der Sudan, den er nach einem gefährlichen Marsch erreichte. 6 Monate lebte er illegal dort. Danach ging es weiter nach Libyen durch die Saharawüste mit ca. 80 Mann, von denen einige verdursteten. Als dunkelhäutiger Afrikaner durfte er dort nicht öffentlich auf der Straße laufen. Er spürte, dass er als Flüchtling ausgegrenzt würde. Für 150 000 € kauften die Flüchtlinge zusammen ein Boot. Jeder einzelne von ihnen musste 1000 € bezahlen, was viel Geld für Leute ist, die keines besitzen. 2 Tage und Nächte waren sie auf der stürmischen See unterwegs, bis sie vor der Küste Siziliens von der italienischen Polizei aufgegriffen wurden.

In Sizilien kam er übergangsweise in ein Flüchtlingsheim. Dann ging es weiter nach Mailand. Er durfte Italien eigentlich nicht verlassen, doch aus Angst vor Abschiebung kaufte er sich von seinem letzten Geld eine Fahrkarte ins Ausland. Er wusste nicht, wo er hinfuhr, aber er wollte auch nicht in Italien bleiben, er wollte frei sein. In Lugano, in der Schweiz, kam er an. Doch er wurde von zwei Polizisten festgenommen und wieder nach Italien zurückgeschickt. Wegen der Genfer Konventionen fuhr er heimlich noch einmal in die Schweiz zurück. In Genf angekommen versteckte er sich vor den Kontrollen und kam so bis nach Zürich durch, ohne größere Probleme zu bekommen. Dort stellte er einen Asylantrag, der zweimal abgelehnt wurde. Die Abschiebung drohte erneut.


Zekarias Kebraeb wollte nach Skandinavien fliehen, dafür aber nicht Deutschland durchqueren, da er viele Geschichten darüber gehört hatte, wie ausländerfeindlich Deutschland doch wäre. Also wollte er Umwege über Frankreich nehmen. Für eine Schiffspassage musste er zum Schluss doch nach Deutschland. Er kam nach Oldenburg, um dann mit dem Schiff weiter zu fahren, aber dort wurde er geschnappt. Dort wurde er für 3 Monate wegen illegaler Einreise inhaftiert. Er trat in den Hungerstreik, wurde freigelassen und konnte Asyl beantragen, was er auch bekommen hat. Es hatte nur einen Nachteil. Er bekam nur Essen, Trinken, einen Schlafplatz und ärztliche Versorgung. Er wollte seinen Quali nachholen. Das war aber nicht erlaubt. Er machte es trotzdem. Also musste er 900€ Strafe bezahlen.

Er machte eine Ausbildung bis 2010 und hat dann eine sehr erfolgreiche Autobiographie geschrieben. Im November diesen Jahres bekam er seine Einbürgerung und ist jetzt deutscher Staatsbürger. Er hält Vorträge, wie auch bei unserer Klasse. Seine Geschichte ist sehr bewegend und spannend und es lohnt sich, mal in sein Buch, "Hoffnung im Herzen, Freiheit im Sinn", zu hinein zu schnuppern. Uns haben seine Erzählungen und das Gespräch mit ihm sehr beeindruckt. Weil uns im Nachhinein von viele Fragen eingefallen sind, haben einige von uns ihn im Netz ausfindig gemacht und kontaktiert.


Joan L., 9f

Staatliche Realschule Bad Kissingen, Valentin-Weidner-Platz 4, 97688 Bad Kissingen, Telefon: 0971 - 730090